Der Hasszug gegen das Superfood Avocado

avocado-gegen-fleisch

Wenn man gerade im Internet unterwegs ist, dann kann man vorallem eine Sache finden, den Hasszug gegen Vegane Ernährung und der traurige Versuch das Fleisch in ein besseres Licht zu stellen. Doch nun hat es auch die Avocado getroffen. Doch warum ?

Werbung

AvocadoIn der „Süddeutschen Zeitung“ aber auch in vielen weiteren Zeitschriften wie dem „Focus“, „Geo“ oder „DieZeit“ findet man vom Autor „Marten Rolff„, „Peter Carstens“ und anderen Autoren gerade einen Hasszug gegen die Avocado. Grundlegend betrachte ich selber sowas neutral und lese mir den Beitrag oder die Beiträge erst durch, bevor ich mich entscheide ob ich mich kaputt lache, mir gegen die Stirn haue oder es als wirklichen Angriff sehe. Die Beiträge von diesen Autoren wiederum betrachte ich mit der Hand an der Stirn und dem Gefühl eines Angriff´s . Die Autoren betiteln natürlich auch wieder mit starken Schlagzeilen ! Die Informationen danach tun einem im Herzen weh und zwar nicht weil man grundlegend davon ausgeht das die Autoren recht haben, sondern im Gegenteil, weil man sich fragt warum diese Autoren so einen Beitrag verfassen, weil er so lächerlich ist wie über Äpfel einen Beitrag in diesem Bereich zu verfassen.

Eigentlich ist es schon am Anfang viel zu pauschal, von DER Avocado in Beiträgen zu sprechen. Es gibt knapp über 400 Sorten, die größten können zirka eineinhalb bis zweieinhalb Kilo wiegen. Die Zeitungen berichten ab hier unterschiedlicher als es je sein könnte, die einen Berichten das 1000Liter Wasser für ein Kilo gebraucht wird, die anderen über 2 Kilo und die nächsten über 3 Kilo. Das Avocados mit einem (enormen) Wasserverbrauch von bis zu 1000 Litern pro Kilo Avocado verbunden ist, stelle ich also rein wegen der unterschiedlichen Quellen direkt in Frage. Schaue ich mir nun aber mal Fachbücher und Zeitschriften an, so findet man am meisten Sätze wie „Sie können zwischendurch die Erde ruhig antrocknen lassen, Wassermangel verträgt Ihre Avocado recht gut und wächst trotzdem. Als Faustregel gilt bei der Avocado: Gießen Sie lieber zu wenig als zu viel.“ oder auch Sachen wie „regelmäßig, aber nicht übermäßig gießen (die Erde soll feucht sein, aber nicht nass) “ ! Also wie kommen wir auf einmal zu 1000 Liter Wasser pro angeblicher Frucht ? Ich behaupte Propaganda und mitziehende Idioten. Avocados aus tropischen Ländern haben meist ein Gewicht von 500 bis 900 g. Nun gehen wir aber einfach mal in ein Vergleich.

Der Autor „Marten Rolff“ hat in seinem Beitrag geschrieben „Vielleicht war der ja so entspannend, dass die Teilnehmer ihre Lieblingsfrucht künftig nüchterner sehen. Und verstehen, dass selbst ein Nackensteak umweltverträglicher sein kann.“ ! Ein Bulle liefert etwa 500 Kilo. Mit je 15.000 Liter Wasser multipliziert, ergibt das aberwitzige siebeneinhalb Millionen Liter pro Tier ! Manche Autoren behaupten nun das dieses Wasser was in dem Fleisch gelandet ist oder im Tier ja nicht verloren geht, aber das ist so ja nicht ganz richtig. Klar geht grundlegend erstmal das Wasser nicht verloren was die Tiere durch Pisse und Kacke wieder ausstoßen. Aber das Wasser was im Fleisch ist und dann überregional verkauft wird, das geht verloren. Nun haben wir den Avocadobaum. 7-15 Jahre kann es dauern, bis er Früchte trägt. Die Avocado ist also wie der Apfelbaum ein Baum der Intensive Pflege bis zum Wurf brauch. Aber, der Apfelbaum brauch für einen kleinen 100g Apfel knapp 70liter Wasser, das rechnen wir nun aus Spaß mal hoch auf ein Kilo. Wir rechnen also 10 mal 70 , daher 10 mal 100gramm ein Kilo ergeben würde und kommen auf den Wasserverbrauch von 700Liter Wasser, daher nun aber nicht jeder Apfel 100 Gramm wiegt sondern auch mal 150 oder 200 runden wir das ganze auf und sind knapp beim gleichen Verbrauch für ein Kilo Äpfel wie für ein Kilo Avocado.

Werbung

Den ganzen Spaß kann man aber ewig treiben, bei einer Kartoffel mit 200 g Fleisch hat sie einen Wasserfußabdruck von 185 Litern bis sie essreif ist, das auf ein Kilo, sind also 925 Liter Wasser. Es ist wieder pure Panikmache, und keiner nutzt mal wieder sein Hirn. Klar ist der Massenanbau bedenklich, aber warum wird auf Masse angebaut ? Ich sehe andauernd weggeworfene Avocados im Müll der Supermärkte, und nicht gerade wenig davon. Klar besteht eine Nachfrage, aber die Wirtschaft deckt schon wieder übermäßig das ganze ab, anstatt die Nachfrage nur auf ein Mittelstand an Menge zu bedienen. Letztendlich meine lieben, esst eure Avocados weiter und lasst euch kein schlechtes Gewissen einreden, den jeder der Äpfel,Kartoffeln,Spargel oder Pflaumen ist, der verbraucht genauso viel Wasser und jeder Fleischtarier vergewaltigt das Wasser um das 10fache. Esst bewusst und esst mit Gewissen, seid euch bewusst das die Natur euer Essen produziert und nicht alles in Unmengen gegessen werden muss, sondern eine ausgewogene Ernährung eher die Lösung ist.