Der Irrtum vom Buddhismus von Harunyahya

Als ich heute so durch das Internet gesurft bin, fand ich einen Beitrag auf einer Webseite des Autoren Adnan Oktar der sich als Pseudonym Harun Yahya gegeben hat, wo ich selber aus dem lachen nicht mehr heraus kam. Was dort zu finden war und was ich von diesen Aussagen halte, das möchte ich euch gerne in diesem Beitrag zeigen.

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Der Titel ist schon Grundlegend eine Provokation wie man es von solchen Autoren gewöhnt ist, der Titel von diesem Beitrag schimpft sich „Der Irrtum des Buddhismus“ und daher es in normaler Schrift nicht reicht, schreibt der Autor das ganze natürlich in Capslock (Dauerhaft groß). Kaum auf den Titel geklickt und in den Beitrag herein gekommen, wird man gleich mit einer aus Krimis bekannten Art und Weiße begrüßt die schon fast erbärmlich ist bei einem Thema wo man erwarten müsste, das ein Autor sich wirklich damit befasst.

Kathmandu… Das Ka-Nying Shedrup Ling Kloster… Ein düsterer, deprimierender Ort… Die Teilnehmer an dieser Zeremonie sind junge Priester… Es sind noch Kinder… Und sie werden ihr Leben im Kloster verbringen… Sie werden hungern und in Armut leben… Sie werden nicht arbeiten. Und sie werden um Nahrung betteln… Sie werden kein Familienleben haben… Und sie werden nichts als diese Kleider auf dem Leib tragen. Mehr noch, sie tun dies alles im Namen einer abergläubischen Religion, um nicht als Fliege oder Maus wiedergeboren zu werden…

Also fassen wir zusammen, das Ka-Nying Shedrup Ling Kloster ist angeblich düster, deprimierend und die Teilnehmer in diesem Kloster seien junge Priester die im Kindesalter zu Arbeitslosigkeit, Hunger und Armut gezwungen werden um dann auch noch kein Familienleben zu erleben und in angeblich von einer abergläubischen Religion belehrt werden als Fliege oder Maus wiedergeboren zu werden.

Entschuldigung, aber wenn ich das schon lese, weiß ich nicht wie dieser Buch Autor es auch nur ansatzweise schaffen konnte berühmt zu werden wie er es in seiner „Über den Autor“ schimpft. Das Ka-Nying Shedrup Ling Kloster ist aus der Umgebung von Boudhanath und am Stadtrand von Kathmandu in Nepal ! Es hat Verbindungen zu den Kagyu- und Nyingma-Schulen, daher stammt auch das kombinierte Ka-Nying im Namen. Shedrub Ling bedeutet dazu „Zuflucht zum Lernen und Üben“. Das Kloster wurde im Bereich von 1974 erbaut und wurde im Raum von 1976 fertig gestellt. Nepal ist des weiteren ein eher bekanntes Sorgenkind, deren Bürger allgemein einen nicht guten finanziellen Stand haben. Erst mit der Verfassung von 2015 und einer Gebietsreform hat sich Nepal neu erfunden.

Ka-Nying Shedrub LingDas Kloster ist somit alt, aber gewiss nicht düster und bedrückend. Es liefert wie man am Bild sehen kann genügend Fenster und hat des weiteren eine wunderschöne grüne Fläche und einen kleinen Park. Und auch der Innenraum ist wunderschön verziert mit Wandmalerei und den entsprechenden Figuren von unserem Glauben. Die Kinder finden in diesem Kloster nicht die Lehre in Armut zu leben und zu Hungern. Im Gegenteil, dadurch das die jungen Menschen lernen ihr Bewusstsein als Fähigkeit zu trainieren und viel meditieren brauchen sie nicht so viel Nahrung daher durch die langen Meditationen und Lehren weniger Energie verbrannt wird. Das ist gleich zu setzen mit einer Person die in einem Büro arbeitet. Die Person die in einem Büro arbeitet verbrennt auch kaum Energie und rein deswegen sollte die Person am besten auch weniger essen damit  sie nicht dick und fett wird und dadurch der Mensch ungesund lebt. Auch die Nahrungszunahme ist alles andere als ungemütlich. Wenn wir uns dazu einfach mal die Kloster in Bethlehem anschauen wie zum Beispiel das Mar Saba aus dem griechisch-orthodoxem glauben oder auch das St. Catherine’s Monastery, sind Buddhistische Kloster ein reiner Luxus. Dazu kommt das diese jungen Menschen ganz gewiss viele wichtige Dinge lernen, aber sie lernen es eben nicht von einer abergläubischen Religion. Den der Buddhismus hat sich in der Forschung bewiesen. Genügend Studien haben bewiesen das Meditation oder die Lehre zum Bewusstsein stabile Grundbausteine sind und wurden bis jetzt nur von gläubigen Menschen und Forschern versucht zu wiederlegen. Doch die Studien durch EEG und EKG haben die Beweise erbracht. Ein Aberglaube wäre ein Glaube der nicht zutrifft, der Hexerei als anwesend ansieht oder ein Talisman. Doch war es nicht der christliche nd gerade der katholische Glaube wie auch der Islamische Glaube der damals die Hexen verbrannt und gejagt hat und an Hexen geglaubt hat und bis heute an Hexen und Dämonen glaubt (Quelle) ?

Der Buddhismus glaubt in seiner Grundsubstanz an keinen Gott. Doch die Lehren die der Buddhismus überliefert und im Gegensatz zu Gottesgläubigen Religionen auch immer der Zeit anpasst in manchen Themen, sind Lehren für das aktuelle Leben. Klar beziehen wir den Glauben (Glauben bedeutet etwas zu Glauben was man vermutet oder ein anderer vermutet) das die ewige Wiedergeburt auf Erden realistisch sein könnte und unser Karma (die positive oder negative Energie die wir durch unsere Lebensart erhalten) solange es im negativen liegt uns aus diesem Kreis nicht raus lässt, doch ist es doch gleich zu setzen mit den 10000 Menschen die an Himmel und Hölle glauben, oder an Engel glauben oder eben an diesen einen Gott glauben. Gerade aus dem Islam bereich erfahren wir Buddhisten schon immer Angriffe in Wort und Aktion. So gibt es ein paar Orte in unserer Welt wo Buddhisten leben, und Islamtreue mit Waffen gegen Buddhisten kämpfen. Es gibt Orte wo Islamtreue sich als die armen hinstellen weltweit obwohl sie im hinteren Türchen mit Rebellen andauernd Gläubige Buddhisten töten. Keine Religion egal in welcher Hinsicht hat nur gute Menschen, jede Religion hat leider diese Hassprediger . Und ich bezeichne diesen Autor eindeutig als Hassprediger. Den ich kenne genug Moslems und Christen und sie akzeptieren den Buddhismus, manche sind sogar Islamische Buddhisten oder Christliche Buddhisten und haben ihren Glauben zusammen mit den Buddhistischen Lehren vereint, eben weil die Lehren der Buddhisten nicht gegen die Bibel oder den Koran oder andere Christlich oder Jüdische Glaubensregeln verstößt sondern diese oft auch unterstützt.

Der Autor hat aber natürlich auch noch mehr rauf gelegt. Er schreibt

Die Menschen entziehen sich dem Leben im Namen von Mythen und Aberglauben. Für Buddhisten, die ihre Tage mit sinnlosen, irrationalen Ritualen verbringen, ist das Leben immer dunkel, und es steht still. Außerdem führt der Buddhismus mit seinen Ritualen dazu, dass die Menschen Gott vergessen, oder ihn sogar verleugnen. Der Islam andererseits widersetzt sich dieser deformierten Denkart.

Der Punkt mit den Mythen bleibt hier für mich unkommentiert, den das Thema kann man auf den Islam und auf das Christentum genauso abwelzen. Im Bereich der sinnlosen Rituale möchte ich aber mein Wort nutzen. Der frühe Buddhismus stand Ritualen grundsätzlich negativ gegenüber. Aus Theravāda-Sicht ist jedenfalls festzustellen, dass dem Buddhismus die Betonung des Rituellen fremd ist, der Buddha hatte das Hängen an Regeln und Riten als eine Fessel(Nīvaraṇa) an das saṃsārische Dasein bezeichnet. Das heißt grundlegend kann es Glaubenrichtungen geben die sich aus dem Buddhismus gebildet haben und die Grundlehren des Buddhismus folgen, doch deren Rituellen Aktivitäten haben im normalen Buddhismus nie ein Standbein gehabt und wurden somit von neuen Glaubensrichtungen integriert. Die Grundglaubensrichtungen des Buddhismus haben diese wiederum nicht.

Buddhistische Priester führen ihre Zeremonien entsprechend den in diesem Text festgelegten Regeln durch, und sie richten ihr Leben danach aus. Das einzige Thema dieser Bücher ist, dass die Menschen all ihre Begierden unterdrücken und ihre Seele vervollkommnen sollen, indem sie in Armut und Leid leben.

Der Buddhismus verlangt nicht das man in Armut und Leid leben soll. Der Buddhismus erkennt das tägliche Leid im Leben an und unterteilen es in 3 Arten von Leiden ! Durch das anerkennen dieser Arten von Leid, wird der Buddhist sich dieser bewusst und soll durch die Lehren den Buddhismus lernen dieses Leid welches im Leben immer mal kommen kann zu ertragen und nicht dran kaputt zu gehen. Auch die Armut ist keine Verpflichtung für jeden Buddhisten. Die sogenannte Laienpraxis umfasst die 5 Silas und lebt sich bis zur 10 Silas. Diese können Buddhisten frei entscheiden zu leben und sich darin zu üben diese zu leben. Es steht nicht wie in der Bibel, das man nicht klauen soll, das man nicht ein anderen Gott anbeten soll oder sonst was. Sondern die Silas sagt immer das der Buddhist selber entscheidet in der Übungsregel versucht zu leben um das Leben auf der Welt, im Umfeld und für sich selber Leidfrei und gut zu gestalten. Zum Thema Armut (wobei man mal das Wort Armut in Frage stelle wenn man betrachtet wie Muslemische Mönche und Christliche Mönche leben sollen) gibt es Klösterliche Regeln die NUR Buddhistische Mönche leben und alle diese die innerhalb von einem Buddhistischem Kloster leben. In einem Kloster der Buddhisten wird wie in einem Kloster von den Christen und in einem Kloster von Muslimen haargenau nach der Lehre gelebt und sollte ein Mönch sich entscheiden nicht danach leben zu wollen, kann er jederzeit das Kloster verlassen oder wird spätestens nach Verstoß gegen die Punkte aus der Klostergemeinschaft entlassen. Doch das gleiche Thema haben wir auch wie gesagt bei anderen Glaubensrichtungen. Hier dramatisiert der Autor also vollkommen eine bestehende Situation.

 

Grundlegend finde ich den Beitrag von diesem Autor eher als lächerlich, ich verstehe nicht was der Autor da wollte ausser anscheinend gegen ein anderen Glauben anzugehen und somit sein innerlichen Hass zu predigen. Und mit dem Satz „Buddhisten aber weisen Gott zurück und machen Buddha zum Götzen“ hat der Autor einfach bewiesen das er sich nicht mal ansatzweise mit den vielen Fasetten und Farben des Buddhismus befasst hat. Ich möchte hier alle Leser noch mal dazu aufrufen, bitte das Thema Religion mit eigenen Augen zu betrachten und euch selber gut zu informieren, am hier gezeigten Beispiel zeigt sich, das auch angeblich bekannte Autoren nur Bullshit schreiben oder einfach nicht erwähnen das es in ihrer Religion nicht anders ist. In meinen Augen muss der Krieg von Autoren gegen friedliche Religionen überhaupt nicht bestehen indem man Lügen nutzt oder Hass predigt.

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(Quelle zum diskutierten Beitrag: http://harunyahya.de/de/Artikel/21538/der-irrtum-des-buddhismus)