Wenn Freundlichkeit missverstanden wird

Freundlichkeit als Fehldefinition

Ich lebe seit ein paar mehr Jahren nach den 5 Silas vom Buddhismus, somit versuch ich mich auch in Freundlichkeit. Was auch daran liegt, das dieser Glaube mir viel gibt und mir Energie schenkt in schweren Tagen.

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Ich habe die 5 Silas auch erweitert mit ein paar Silas die eigentlich nur für Novizen gedacht sind. Leider führt diese Nettigkeit die ich lebe, oft dazu, das Menschen denken, das man mich ausnutzen kann, respektlos seien kann und machen kann was man möchte.

Aber genau das ist nicht so. Ich habe eine sehr große Tolleranz wenn es darum geht, das ich mich nicht aufrege, aber sobald diese Tolleranz überschritten ist oder sobald jemand versucht mich auszunutzen ziehe ich deutliche Grenzen und darf und werde mich im ernstfall auch verteidigen. Doch so weit soll es eigentlich nicht kommen. Freundlichkeit zu leben ist mir wichtig. Ich habe keine Lust auf Stress oder Gewalt, ich möchte im Frieden leben zusammen mit meiner Familie, meinen Freunden und den Menschen in meiner Umgebung. Das bedeutet für mich manchmal aber, das ich sehr schwere Aufgaben zu meistern habe, weil irgendeiner immer gerne mal meine Nerven strapaziert.

Meine wichtigsten Überlegungen um den Frieden in mir zu finden und eine gewisse Entspannung zu bekommen waren…

  1. Wie schaffe ich es Stress zu minimieren?
  2. Wie gehe ich am besten mit Provokationen um?
  3. Wie schaffe ich eine Emotionale Sicherheit?
  4. Was kann ich tun um mich nicht aufzuregen?

Nachdem ich diese Fragen für mich intensiv bedacht habe, war mir klar das ich die Punkte real bewerten muss und meiner Seele immer mal wieder eine Auszeit bieten muss. Um raus zu finden was der eigenen Seele gut tut, reicht es aber nicht einfach zu sagen man ist einfach faul vor dem Fernseher, einfach ein bisschen Party machen oder mit Freunden unterwegs. Die Seele ist ein Komplexes System was Momente brauch wo es einfach entspannen kann, aber wenn die Augen zu viel arbeiten, der Kopf keine Ruhe bekommt, zu viel Momente auf die Seele einschlagen, dann ist das keine Auszeit zum Energie tanken sondern nur ein kleiner „Chill In“ !

Den ersten Weg beschreiten

Die komplette Ruhe, eine Auszeit wo die Seele wieder Kraft tanken kann. Die Kraft die man für Freundlichkeit und mehr dringend benötigt. Das ist nur möglich in der Natur, ohne Auto, ohne Störung. Sogar die Wissenschaft sagt aus, das ein wenig Wald tanken dem Körper gut tut. Also war klar das ich oft den Wald und gerade die Natur aufsuchen sollte um meine Seele wieder aufzutanken. Wichtig ist auch zu lernen mich selber unter Kontrolle zu haben! Deswegen habe ich auch die tägliche Meditation fest in meinen Plan eingebaut gehabt. Damals noch ohne großes Wissen ob diese beiden Sachen als Kombination reichen werden, ergab sich mit der Zeit das Ergebnis. Es war sogar perfekt. Klar kann man es immer verbessern, aber der Ausgleich stimmte und zwar in jeder Hinsicht.

Aber ich stellte mir am Anfang trotzdem immer noch wichtige Fragen…

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  • Ab wann ist es angemessen die Grenze der Provokation zu ziehen?
  • Wie gehe ich damit um, wenn jemand Gewalttätig wird

….und viele weitere! Es brauch viel Zeit und überlegung. Es brauch Geduld um in eine Gewisse Ruhe eintreten zu können. Für mich war dieser Weg der erste und beste. Ich habe gelernt mich von unnötigen Menschen fern zu halten und die Menschen die ich mag direkt aber respektvoll zu behandeln. Meine Entwicklung brauch seine Zeit und ich werde bestimmt noch mehr lernen. Aber das was ich beschrieben habe, war und ist mein erster Weg!