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Der verpatzte Abschied

Ein WaldWeg der den Weg vom Abschied darstellen soll
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Meine beiden Omas und auch meine beiden Opas sind ein Teil meines Lebens gewesen, ein sehr wichtiger Teil, denn sie begleiteten mich in wichtigen Momenten meiner Entwicklung. Meine eine Oma, war die Oma Lisa wie wir sie nannten, sie lebte erst über uns und dann unter uns im gleichen Haus. Es war unser Familienhaus, mit Vordergarten, Hintergarten, Blockhütte, Keller und Garage. Es war ein schöner kleiner Platz und ist es auch heute noch. Ich spielte oft mit meiner Oma „Mensch ärger dich nicht“ oder kam zu meiner Oma Lisa um gemeinsam mit ihr was zu nähen, zu lesen oder im Garten zu helfen. Sie pflanzte immer so viele tolle Sachen an.

So viele wundervolle Momente, auch wenn ich mich an viele nicht mehr erinnern kann, weiß ich, dass sie da waren und sind. Doch wie ich schon früh lernte, aber es schon vergessen hatte, musste jedes Leben irgendwann sinnlos Enden. Und leider war das auch bei meiner Oma so. Ein Moment, an den ich mich da erinner ist, das sie immer schwächer wurde und eines Tages hatte meine Oma mich gebeten, das ich ihr eine Geschichte vorlese, sie lag schwach und doch seelisch so stark im Bett und lauschte wie ich ihr die Geschichte vorgelesen habe. Ich wusste zu dem Moment noch nicht wirklich, dass sie sterben muss, ich hatte es als Kind irgendwie verdrängt und musste es vielleicht mit Krank sein oder so verbunden haben, doch dann kam der Tag wo es so weit war, ein Abschied auf ewig!

Abends las ich ihr noch eine Geschichte vor und am nächsten Morgen kam mein Vater ins Zimmer und sagte, dass es so weit ist, ob ich aufstehen wolle und Abschied von Oma nehmen wollen würde. Doch das wollte ich nicht. Ich war müde und ich denke, es war eine Schutzreaktion. Aber ab dem Tag wurde ich irgendwie innerlich anders, irgendwas hatte sich durch den Tod meiner Oma in mir bewegt und verändert. Ich kann mich auch nicht mehr an die Beerdigung oder endgültige Beisetzung erinnern, ich weiß nicht mal, ob ich bei der Beerdigung war. Ich weiß nur eines, es gab ein Tag, an den ich mich nicht mehr richtig erinner aber an dem ich seelisch so am Ende war, das ich zu ihrem Grab ging und mit ihr sprechen wollte. Ich sprach mit ihr im Grab, auch wenn es nichts bewirkte, um innerlich meine Ruhe zu finden und der Hoffnung sie zu hören.

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